SUCHT –
EINE VERHÄNGNISVOLLE AFFÄRE…

Sucht ist bei einem AD(H)S meistens ein großes Thema und daher wollen wir uns damit etwas ausführlicher befassen.
Bei einer Sucht zeigt sich ein derart starkes Verlangen nach dem betreffenden Suchtmittel, dass man eine Art Zwang verspürt, sich Zugang zu diesem Suchtmittel zu verschaffen. Parallel dazu entwickelt sich ein zunehmender Kontrollverlust, was bedeutet, dass man die Menge des eingenommenen Suchtmittels nicht mehr kontrollieren kann. Im Falle einer Alkoholsucht würde man also so viel trinken, bis man unter dem Tisch liegt, und erst aufhört, wenn einfach nichts mehr geht. Wer süchtig ist, leidet auch unter Entzugserscheinungen (fühlt sich ohne das Suchtmittel getrieben, nervös und unzufrieden) und entwickelt allmählich eine Toleranz, braucht also mit der Zeit immer mehr von dem Stoff, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Zunehmend erlebt man auch eine Einengung des alltäglichen Lebens auf den Drogenkonsum, eine Fixierung: Der Rest der Außenwelt und was in ihr geschieht, wird dem Konsumenten immer gleichgültiger. Die negativen Auswirkungen der Droge auf dein Leben werden offenkundig, wenn sie die Normalität immer weiter abbaut und Wertvolles zerstört: Partner weg, Job weg, Führerschein weg – so kann die Abwärtsspirale ihren unerbittlichen Verlauf nehmen.

 

DIE URSACHEN

Warum gerade AD(H)S-ler wahre „Suchtkrüppel“ sein können, ist genau genommen noch nicht vollständig geklärt. Es gibt aber dazu eine Menge interessanter Theorien, an denen sicher auch eine Menge dran ist. Sie knüpfen bei AD(H)S-typischen Stichworten an wie Verführbarkeit, Selbst- wert, „falsche“ Freunde, Ungeduld, Langeweile usw.

Jugendliche mit AD(H)S sind leider wirklich recht leicht verführbar, besonders die Hypies unter ihnen. Wir wissen nicht, wie das bei dir ist, aber AD(H)S-ler bedenken oft nicht die Folgen ihres Tuns. Sie sind leichtsinnig und schnell zu begeistern und schießen erst einmal alle Warnungen und Bedenken in den Wind – nicht, dass sie es nicht besser wüssten, aber in dem Moment ist es einfach spannender, etwas Cooles auszuprobieren. Also probieren sie eben auch Drogen einfach mal aus und machen sich keine Gedanken darüber, was daran gefährlich sein könnte: „Erst gemacht, dann gedacht“. Viele sind einfach unbekümmert, neugierig und sorglos und begreifen oft erst viel zu spät, welche Auswirkungen solche Entscheidungen auf ihr Leben und ihre Gesundheit haben. Wirklich, es ist schon manchmal erschütternd, mit welcher Einfältigkeit und Naivität Drogen ausprobiert werden.

 

SUCHT ALS FORM DER SELBSTMEDIKATION

Die Wirkung der Drogen entspricht häufig einem Bedürfnis nach Selbstbehandlung, da AD(H)S-ler oft erheblich unter ständigen Stimmungsschwankungen und Getriebenheit leiden. Tatsächlich lindern Drogen diese Beschwerden und scheinen bei vielen der AD(H)S-Symptome zunächst zu helfen. Solche Selbstbehandlungsversuche sind aber meist nicht dauerhaft und ohnehin zum Scheitern verurteilt, weil natürlich die Auswirkungen der Drogen schwerwiegender sind als jedes noch so starke AD(H)S-Merkmal. (Über mögliche Formen der Selbsttherapie und die Verordnung von Medikamenten liest du unten mehr.)

Zu Beginn des Kapitels haben wir die Entwicklung von Selbstwertgefühl und Lebensskript beschrieben. Beim Thema Sucht spielen sie eine große Rolle. Erinnere dich noch mal daran, welche Bedeutung schulische wie soziale Misserfolge (wiederholte Ablehnung, fehlende Freundschaften, die Außenseiterrolle) und all die anderen Niederlagen haben, die AD(H)S-ler auf Grund ihrer Art zu sein häufig einstecken müssen. Die Ansammlung solcher Erlebnisse kann tief frustrierend wirken, und an so einem Päckchen trägt man einfach wirklich schwer.

Ob Hypie oder Hypo, beide können unter dem Gefühl leiden, nie wirklich Erfolg gehabt zu haben, stattdessen aber so viele nichtgelebte Träume und dazu die unerfüllte Sehnsucht vor allem danach, Angenommensein und Zugehörigkeit zu spüren. Verknüpft sich das alles mit sehr viel Trauer und Enttäuschung (von all den erlittenen Kränkungen und Versagensängsten), dann scheinen Drogen den Traum von einem besseren Leben Wirklichkeit werden zu lassen, in dem man wichtig ist und glücklich sein kann. Man kann sich die Welt so herrlich rosarot zu nebeln, dass man all den Frust und die Enttäuschungen im Leben einfach nicht mehr zur Kenntnis nehmen muss – und das, ohne große Leistungen vorweisen zu müssen.

 

DROGENKONSUM, WEIL ANDERE ES TUN

Wenn man schon so einen großen Frust schiebt, dass man auf rein gar nichts mehr Lust hat und einen so gar nichts mehr bockt, liegt es nahe, sich mit Kumpels oder Freundinnen zusammenzutun, die ähnliche Probleme kennen und mit denen man den Weltschmerz teilen kann. Leistungserwartungen in der Schule, Liebeskummer, lauter Zweifel, immer zu wenig Kohle, Eltern, die gar nicht mehr aufhören herumzukritteln – es ist eindeutig: Die Welt ist schlecht und hat sich gezielt gegen euch verschworen.

Irgendwann kommt wie zufällig einer daher, steht vielleicht auf dem Pausenhof rum und meint: „Probier doch mal!“, oder dass man mit Alk einfach mal für eine Zeit diese blöde Welt vergessen kann. Alle trinken ja, ist doch cool. Dann kommt vielleicht mal ein Joint dazu, von hier oder dort auch noch irgendwas anderes, auf jeden Fall seid ihr euch einig: Die Welt lässt sich zugedröhnt einfach besser ertragen. Ja, aber leider immer nur kurzfristig… Drogen sind gnadenlos. Auf Dauer werden sie dir immer mehr Normalität stehlen und es besteht die ernsthafte Gefahr, dass du in ihren Sog gerätst, der dich immer weiter nach unten zieht. Wer wird dich von da zurückholen können?

 

DROGEN GEGEN LANGEWEILE (UND FÜR DEN SCHNELLEN SPASS)

Im Allgemeinen sind AD(H)S-ler ziemlich extrem und auf der ständigen Suche nach mehr und auch hierin liegt ein Grund für die Suchtanfälligkeit beim AD(H)S. Viele können sich daran erinnern, dass sie schon als Kinder nie richtig zufrieden waren: Wenn sie etwas geschenkt bekommen oder etwas richtig gut gemacht hatten, sind sie nach kurzer Freude schnell wieder frustriert und unzufrieden gewesen. So hatten sie ihre ganze Kindheit lang das Gefühl, zu kurz gekommen oder vom Leben benachteiligt zu sein (und manch einer kennt dies noch im Erwachsenenalter). Kennst du diese chronische Unzufriedenheit, diese Unersättlichkeit vielleicht aus eigener Erfahrung? Es ist die Schwierigkeit, Glück und Zufriedenheit über längere Zeit festhalten zu können, die bei AD(H)S-lern die Vorstellung hervorruft, man könnte sich das Glück in Form von Drogen verfügbarer und noch dazu planbar machen: Während man sich ansonsten Glück und Erfolg immer erarbeiten muss, kann man sich mit Drogen schnell in einen Zustand versetzen, der angenehm und entspannend ist, der schnell und relativ einfach Glücksgefühle produziert, ohne dass man dazu allzu viel tun muss (vorläufig zumindest). Ein verlockender Weg für AD(H)S-ler…

Es ist ein wenig wie auf der Suche nach dem verlorenen Glück, das so schnell in den Händen zerrinnt und nicht festgehalten werden kann. Du weißt ja vermutlich, wie das wirkt, wenn auf deiner Suche nach dem permanenten Glück und dem vollkommenen Leben Pflichten auftauchen und Dinge, die so überhaupt keinen Spaß machen: Es turnt total ab.

Man hat dieses getriebene Gefühl eines fast verzweifelt Suchenden, nur ohne zu wissen, was genau man sucht (in dieses Konzept passen Pflichten mit ihrer immer gleichen, banalen Struktur nun wirklich nicht). Letztlich strebt natürlich jeder nach Harmonie, Erfüllung und Zufriedenheit. Aber das unstete Wesen besonders der Hypies treibt sie immer wieder an – wie bei dem Jäger, der nach einer erfolgreichen Jagd nur kurzfristig zufrieden sein kann, weil er weiß, dass er wieder Hunger bekommen wird und erneut die Jagd aufnehmen muss. Auf diese Weise entsteht häufig so etwas wie ein permanentes Jagdfieber, das nach Reiz und Spannung sucht und dem langweiligen Alltag entkommen will.

AD(H)S-ler brauchen also einfach immer wieder etwas Prickelndes und Anregendes, sonst sterben sie vor Langeweile. Wenn nichts los ist, wird man schnell dösig und faul, weil man für nichts mehr Begeisterung aufbringen kann. Wenn du auch immer Action brauchst und es nichts Schrecklicheres in deinem Leben gibt als Langeweile und innere Leere, dann weißt du, wie schwer es ist, die Widrigkeiten des Lebens auszuhalten und diese ätzenden Dinge wie Hausaufgaben, die leidigen Pflichten im Haushalt usw. immer wieder von neuem zu erledigen. Wenn so gar nichts los ist und einfach nur dieser grässliche Alltag, der die ewig gleichen Verpflichtungen einfordert…

Schon die Beschaffung von Drogen kann Action verheißen und auch beim Konsum hat man den Nervenkitzel, weil man sich nicht erwischen lassen sollte. Hier finden viele ihren Reiz und ihren Kick, mit dem sie dem langweiligen Alltag entfliehen.

 

SUCHT ALS AUSDRUCK DES TROTZIG KäMPFENDEN RUMPELSTILZCHEN

Es gibt da noch so eine AD(H)S-Eigenschaft, die Suchtverhalten begünstigt (ist nicht so ganz schmeichelhaft, aber man kommt weiter, wenn man sie sich selbst eingesteht): Manchmal sind AD(H)S-ler einfach wahre Rumpelstilzchen! Sie können sich absolut unmöglich aufführen, wenn sie nicht jetzt sofort und immer alles bekommen. Das hat damit zu tun, dass es gerade für AD(H)S-ler so schwer ist, Bedürfnisse aufzuschieben. Wahrscheinlich kennst du dieses „Nicht-warten-Können“: Wenn du etwas willst, willst du es jetzt, sofort und zwar genauso haben, wie du dir das vorgestellt hast. Werden deine Erwartungen aber nicht erfüllt, kommst du plötzlich höllisch schlecht drauf und dann kann bei dir ganz schnell die Welt untergehen.

background083
Sucht kann also auch als Ergebnis eines Kampfes aus Enttäuschung sein, ein Ausdruck des Protests und die Demonstration des Andersseins. Manche AD(H)S-ler bringen mit ihrer Drogenabhängigkeit ihren Trotz und ihre Auflehnung zum Ausdruck, wenn sie damit genau das tun, was man nicht von ihnen erwartet und was nicht toleriert werden kann; und sie genießen es, zu provozieren. Auch dies kann der Anlass sein, sich mit anderen zusammenzutun, die sich auch als Ausgestoßene und Versager fühlen.

Wie wir oben schon gesehen haben, kann man in einer solchen Gruppe den Halt und die Bestätigung erfahren, die man vorher so schmerzlich vermisst hat: Schließlich braucht jeder Mensch die Erfahrung, gemocht zu werden und etwas gut zu machen. Und so kostet man, vereint in Frust und Wut, den trotzigen Triumph rebellischer Auflehnung aus. Schade nur, dass man dabei häufig nicht bemerkt, wie sehr man sich selbst schadet. Ja, „Ich gegen den Rest der Welt“ kann ein gutes Gefühl sein. Ja, es kann einem Stärke und Macht verleihen, allen, die einen in den letzten Jahren gekränkt haben, zu zeigen, dass man sich an gar keine Regeln halten muss; dass man sich trotz aller Warnungen über Gebote hinwegsetzt. Ein wirklicher Lebensentwurf ist es nicht. Wir glauben nämlich, dass es ein sehr einsames Heldentum ist und dass man auf Dauer mit dieser Einstellung doch nicht so gut lebt – ohne Kohle und ohne Erfolg in der Berufsausbildung geht im Leben einfach nicht viel.

 

DIE SUCHTMITTEL

Spontan denkt man beim Thema Sucht gewöhnlich an stoffliche Drogen (Alkohol, Nikotin, Heroin usw.). Wir unterscheiden jedoch zwischen substanzgebundenen Süchten und nicht substanzgebundenen Süchten. Besonders im Zusammenhang mit dem AD(H)S wird überdeutlich, wie unterschiedlich Suchtmittel beschaffen sein können. AD(H)S-ler können nämlich einfach alles zur Sucht machen, weil sie alles übertreiben können und in ihrer Maßlosigkeit („Ganz oder gar nicht!“) einfach keine Mitte finden („Schwarz oder Weiß!“).

Die meisten können daher eben nicht nur ein bisschen rauchen oder ein bisschen trinken; sie sind oft entweder süchtig oder ganz im Gegenteil leidenschaftlich überzeugte Antialkoholiker oder Nikotingegner. Der gemäßigte Stil ist nicht ihre Sache… Auf den nächsten Seiten erfährst du einige Einzelheiten zu verschiedenen Suchtmitteln – wir werden mit jenen Süchten beginnen, für die man in irgendeiner Form Stoffe, d.h. Substanzen, zu sich nehmen muss.

 

SUBSTANZGEBUNDENE SÜCHTE

Am häufigsten werden die Einstiegsdrogen Nikotin und Alkohol miss- braucht, weil diese leicht zu beschaffen und gesellschaftlich akzeptiert sind. Vergessen wir nicht, dass natürlich auch Leute ohne AD(H)S sehr wohl Suchtprobleme haben können und wir außerdem in einer Suchtgesellschaft leben, in der man – wenn auch nicht immer ganz nachvollziehbar – Nikotin und Alkohol legal konsumieren kann, obwohl die gesundheitlichen Auswirkungen bei langfristigem, übermäßigem Konsum schwerwiegend sind.

 

NIKOTIN

Es ist erwiesen, dass Nikotin eine ähnliche Wirkung im Gehirn entfaltet wie das körpereigene Dopamin oder der Pharmawirkstoff Methylphenidat (z. B. in Ritalin®, s. auch Kapitel 4). Niemand hat das treffender erkannt,background086 als der Erfinder der HB-Männchen aus der Zigarettenwerbung: „Warum denn gleich in die Luft gehen, greife lieber zu HB, dann geht alles wie von selbst.“

Viele AD(H)S-ler rauchen, um ruhiger, klarer und konzentrierter zu werden. Sie haben oft auch die Erfahrung gemacht, dass sie ihre Gefühle damit besser in den Griff bekommen und nicht so schnell ausrasten müssen.

Daneben steigert Nikotin die Leistungsfähigkeit, schafft ein Wohlgefühl und wirkt appetitmindernd. AD(H)S-ler sind häufig exzessive Raucher und sie betreiben eine sehr eindrucksvolle Selbsttherapie – allerdings mit Inkaufnahme ihres gesundheitlichen Ruins und schwerwiegender körperlicher Erkrankungen.

Selbst Menschen, die nach 40 Jahren aufgehört haben, Zigaretten zu rauchen (weil sie schwer krank geworden sind), machen nach so einer langen Zeit wieder Bekanntschaft mit ihrem ursprünglichen AD(H)S: Nach über einem halben Jahr der Abstinenz sind Impulsivität und ausgeprägte Stimmungsschwankungen nicht mehr die Auswirkungen des Entzuges, sondern die Zeichen eines AD(H)S, das seit der Kindheit bestanden hat, nun aber nicht mehr mit Nikotin in Schach gehalten wird. Vielleicht raucht auch trotz vieler Abstinenzversuche ein Großteil der AD(H)S-ler weiter, weil sie mit den Auswirkungen ihres AD(H)S nicht ohne (Selbst-)Medikation zu Recht kommen.

Es gibt hier interessante Untersuchungen, die belegen, dass eine Medikation mit Methylphenidat, dem typischen Anti-AD(H)S-Präparat, das Verlangen nach Nikotin deutlich mindert. In jedem Falle aber ist Methylphenidat wesentlich weniger schädlich, da es sich um eine Reinsubstanz handelt (beim Rauchen ist auch nicht das Nikotin das gesundheitliche Problem, sondern all die Ruß-, Teer- und Schadstoffe, die eingeatmet werden müssen, damit Nikotin seine Wirkung im Gehirn entfaltet). Methylphenidat ist sehr gut untersucht, wir kennen die Nebenwirkungen und können sie einschätzen (s. auch Kapitel 4). Ein Medikament mit den Nebenwirkungen des Zigarettenrauchens würde wegen der gesundheitlichen Gefährdung niemals zugelassen!
Das Suchtrisiko von Nikotin wird übrigens allgemein völlig unterschätzt: Es ist schwieriger mit Nikotin aufzuhören als mit Heroin! Nur so lässt sich erklären, warum Menschen während ihres Lebens den Gegenwert eines Einfamilienhauses verrauchen können, um als alter Mensch beinamputiert mit Lungenkrebs im Rollstuhl ihr Dasein zu fristen – und das, obwohl sie diese Fakten seit Jahrzehnten fast täglich nachlesen können.

background087

KOFFEIN

Viele AD(H)S-ler betreiben einen Koffein- oder Coca-Cola-Missbrauch, wobei sich das Gefährdungspotential hierbei in Grenzen hält: Zuviel Koffein kann Magenbeschwerden verursachen und zu viel Cola Übergewicht. Das ist mal eine vergleichsweise unproblematische Sucht, wenn man auf Cola-Light umsteigt und man sich nicht ausschließlich von Kaffee und Cola ernährt.

ALKOHOL

macht ruhiger und zumindest in Maßen gelassener. Das Gefährdungspotential und die Risiken von Alkohol sind allgemein bekannt und brauchen hier nicht wiederholt zu werden. Wir müssen aber darauf hinweisen, dass Alkohol und Zigaretten die Einstiegsdrogen schlechthin zu härteren Drogen sind. Das aktuelle Konsumverhalten der Jugendlichen bezüglich Alkohol ist außerordentlich bedenklich. Kampftrinken und Alkohol-Flatrate-Parties verharmlosen die enormen Gefahren des Alkoholkonsums.

 

THC (CANNABIS)

ist eine häufig konsumierte Droge, weil sie entspannend und ausgleichend wirkt und sich ein Schön-egal-Gefühl einstellt. Damit kann einen einfach gar nichts mehr jucken, und man gewinnt endlich die Gelassenheit und Geduld, die man so lange vermisst hat. Das Problem dabei ist Folgendes: Wenn dir alles egal oder gleichgültig ist, bekommst du umso mehr Probleme mit der Motivation und deinem inneren Schweinehund – bloß stört es dich nicht mehr. Schlechtes Timing, würden wir sagen, denn gebrauchen kannst du diese Haltung ausgerechnet jetzt nicht: Gewöhnlich wird Cannabis ungefähr zur gleichen Zeit interessant, wenn sich deine Aufmerksamkeit auf den Schulabschluss oder den Einstieg in die Berufsausbildung richten sollte – und das sollte dir wirklich nicht egal sein. Die angepeilte Richtung könnte dir jetzt völlig abhanden kommen und vor lauter rosarotem Nebel fehlt es an Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin, noch offensichtlicher als ohnehin schon. Ein schöner medizinischer Begriff dafür lautet: amotivales Syndrom, was man mit „Keine-Lust-zu-gar-nichts- Syndrom“ übersetzen könnte (du kannst aber auch einfach „Null-Bock- Haltung“ sagen). Bleibst du bei dieser Einstellung, wirst du wertvolle Jahre deiner Persönlichkeitsentwicklung schlichtweg verpassen. Ist zwar nicht immer prickelnd, aber die Schwierigkeiten des Lebens sind nötig, um daran zu wachsen und im Leben voran zu kommen.

Was allerdings viele Jugendliche nicht wissen ist, dass Cannabis auch massive Angst- und Verwirrtheitszustände auslösen kann, die schwer zu behandeln sind. Bei solchen psychotischen Zuständen, in denen man den Bezug zur Realität zeitweise verliert, spielt sicherlich auch eine erbliche Veranlagung eine Rolle – aber wer weiß schon, welche Genetik in ihm schlummert? Ist die Psychose (mit Wahnvorstellungen und Halluzinationen) durch Cannabis erstmal angestoßen worden, dann ist es u. U. so wie mit dem Geist, den man nur schwer wieder zurück in die Flasche verbannen kann: Die Erkrankung kann chronisch werden oder eine lang andauernde medikamentöse Behandlung erforderlich machen.

 

MEDIKAMENTE

Es gibt eine ganze Reihe von Medikamenten, die süchtig machen. An vorderster Stelle stehen die Beruhigungsmittel (Valium, Tavor, Lexotanil usw.), die nicht selten gegen die Unruhe und die Stimmungsschwankungen beim AD(H)S eingesetzt werden. Im Langzeitgebrauch sollten sie nicht verordnet werden, eben weil sie ein hohes Suchtpotential haben, und außer zur Behandlung von psychischen Ausnahmezuständen in Notfallsituationen sollten diese Medikamente überhaupt nicht mehr verordnet werden. Daneben haben auch Schmerzmittel eine Suchtpotenz und typischerweise neigen AD(H)S-ler dazu, sie zu missbrauchen, weil sie Schmerzen oft nur schwer erdulden und auch tatsächlich sehr schmerzempfindlich sein können.

 

KOKAIN / HEROIN

Diese beiden Drogen rufen starke Abhängigkeiten und Persönlichkeitsveränderungen hervor, außerdem ist der Entzug brutal schwer. Darüber hinaus besteht – besonders bei Heroin, durch die intravenösen Injektionen und den immer noch verbreiteten gemeinsamen Spritzengebrauch – die Gefahr der Übertragung von AIDS, Hepatitis und zahlreichen anderen Erkrankungen.

 

ECSTASY ODER SPEED

Hier handelt es sich um synthetisch hergestellte Drogen, bei denen häufig unklar ist, in welcher Dosierung und in welchem Reinheitsgrad sie vorliegen. Da man die chemische Zusammensetzung der angebotenen Droge ebenso wenig kennt wie die Beimischungen, birgt der Konsum dieser Drogen unschätzbare Risiken. In Überdosis kann es zu schweren gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tode kommen.

 

LSD

ist eine weitere synthetische Droge, die Wahnvorstellungen auslösen kann und ein hohes Risiko für das Auslösen von massiven Angstzuständen und Psychosen mit sich bringt. Es kann auch noch Monate später zu sogenannten Flashbacks kommen, d.h. dass auch ohne erneuten Konsum aus heiterem Himmel psychoseartige Episoden wie unter Drogenwirkung vorkommen können.

 

SÜSSIGKEITEN / ESSEN

Zucker kann die Produktion von Serotonin (das Hormon, das für Glück zuständig ist) im Gehirn anregen und für kurze Zeit ein bisschen glücklicher machen. Viele Menschen machen die Erfahrung, dass Schokolade glücklich machen kann. Bei manchen entsteht aber eine regelrechte Gier nach Süßigkeiten, die eindeutig Suchtcharakter hat.
Aber nicht nur der Hunger nach Süßigkeiten kann zur Sucht führen. Wir finden bei AD(H)S-lern gehäuft Ess-Störungen im Sinne einer Magersucht (Anorexia nervosa), einer Bulimie (Ess-Brech-Sucht, Bulimia nervosa) oder einer Ess-Sucht (Hyperphagie). Hier ist das Essen an sich ein Suchtmittel, wobei nach dem Ganz-oder-gar-nicht-Prinzip entweder überhaupt keine Nahrung aufgenommen wird (Magersucht) oder aber große Mengen (Bulimie und Ess-Sucht).

background090

NICHT-SUBSTANZGEBUNDENE SÜCHTE

Und nun zum spannenden Thema der nicht-substanzgebundenen Süchte – man glaubt ja gar nicht, von was Menschen alles abhängig werden können! Im Vordergrund stehen hier nämlich Verhaltensweisen, die auf den ersten Blick nicht sonderlich gefährlich wirken (und es normalerweise auch nicht sind). Suchterzeugende Wirkstoffe kommen dabei nur indirekt ins Spiel: Nicht der Drang zum Konsum eines Mittels bestimmt diese Süchte, sondern der Drang zu einer bestimmten Verhaltensweise, die die Produktion körpereigener Stimulantien (anregender Stoffe) steigert und auf diese Weise „belohnt“ wird.

 

ARBEITSSUCHT

Auch in Bezug auf Arbeit liegt das Problem in der Frage einer vernünftigen Dosierung: Workaholics, so nennt man Arbeitssüchtige, finden kein Ende, können sich nicht mehr entspannen und arbeiten phasenweise ununterbrochen. So können sie sich wie in einem Rausch fühlen und darüber sogar vergessen zu essen oder zu trinken. Viel Fleiß verspricht viel soziale Anerkennung, man ist erfolgreich. Das kann einem große Glücksgefühle verschaffen, denn das beste Dope ist doch eigentlich der Erfolg. Handelt es sich jedoch um eine Sucht, dann ist das Verhalten übertrieben und maßlos, die Folgen können von Erschöpfung bis hin zum Burn-out-Syndrom reichen, aus dem sich weiterhin Depressionen, körperliche Beschwerden und Angstzustände entwickeln können. Der Workaholic betreibt quasi Raubbau am eigenen Körper: Wenn der Energietank leer gefahren wird, sich keine Zeit mehr findet zum Auftanken, Entspannen und Spaßhaben, dann steht irgendwann der Motor still, weil kein Sprit bzw. keine Energie mehr zur Verfügung steht. Ganz zu schweigen davon, dass soziale Beziehungen, der Kontakt zu Freunden und die Familie vernachlässigt werden.

 

SPORT

An sich ist Sport ja als Ausgleich für AD(H)S-ler sehr wichtig, auch um sich abzureagieren. Da der AD(H)S-ler aber grundsätzlich alles zur Sucht machen kann, gelingt es ihm natürlich, selbst seinen Sport so extrem zu betreiben, dass er damit weit über die eigenen Grenzen hinausgehen kann – und den Körper rücksichtslos ausbeutet. Vielleicht kennst du ein ähnliches Verhalten von dir selbst oder von Freunden, die ihre körperliche Fitness in Marathonläufen trainieren oder sich im Fitness-Studio völlig verausgaben, manchmal sogar unter Einsatz von Anabolika (die übrigens ihrerseits zu erheblichen körperlichen Schäden führen können!).

Das ist dir wahrscheinlich auch nicht unbekannt: AD(H)S-ler können so schwer still sitzen und einfach mal positiv nichts tun, dass Muße für sie ein Fremdwort ist. Entspannung, Loslassen oder Chillen gelingt irgendwie nicht so richtig. Und so sind sie getrieben, immer auf der Suche nach etwas, das sie stimuliert. Es kann eigentlich nicht rasant genug, nicht extrem genug, nicht überwältigend genug sein (s. Abschnitt 2.3.5 zum Risikoverhalten).

 

SPIELEN, ZOCKEN

Viele AD(H)S-ler haben einen ausgeprägten Spieltrieb und werden besonders vom Gewinnen angespornt. Du kennst das auch: Alles, was Spaß macht und Erfolg bringt, geht richtig gut und am liebsten würdest du nur das machen, was immerwährende Belohnung verheißt. Das macht anfällig für eine Spielsucht. Verlass dich nicht darauf, dass deine Rechnung aufgeht, wenn du immer deinen spielerischen Neigungen nachgehst, um einen ständigen Kick und pausenlose Spannung zu finden und ständig in Action zu bleiben. Mit ihrem Leichtsinn und ihrer Maßlosigkeit riskieren so manche beim Spielen und Zocken Kopf und Kragen. Nicht wenige sind übrigens auch Broker oder Börsenzocker und verbringen für vermeintliche Gewinne (oder Verlustbegrenzungen…) das halbe Leben im Internet. (Zum Thema Spielsucht erfährst du weiter unten noch mehr.)

 

VIDEO, FERNSEHEN

Was macht ein AD(H)S-ler mit der Fernbedienung? Zappen. Es ist für ihn nämlich nahezu unmöglich, nur eine Sendung zu schauen – man könnte ja etwas ganz Wichtiges verpassen! Oder man kann einfach nicht abwarten, bis der Werbespot vorbei ist. Ganz ehrlich, du glaubst doch oft auch, zwei oder drei Filme gleichzeitig sehen und begreifen zu können – einer wäre wahrscheinlich viel zu langweilig. Und die Aus-Taste am Fernseher ist wirklich schwer zu finden…

 

INTERNET, EBAY

Die interaktiven Medien sind besonders verlockend. So mancher AD(H)S-ler verirrt sich online immer wieder im Dschungel der angebotenen Möglichkeiten und landet ganz woanders, als er es eigentlich vorhatte. Gerade AD(H)S-ler mit ihrer Sprunghaftigkeit können der Versuchung selten widerstehen, sich von einem Button zum nächsten durchzuklicken – und schon haben sie ihr Ziel aus den Augen verloren und sich selbst im Nirwana…

Auch eBay kann eine Falle sein, weil man viel Zeit damit verschwenden kann, auf der dauernden Suche nach Schnäppchen. Online-Shopping kann so zu einer Mischung aus Spielsucht und der ständigen Suche nach einem Sonderangebot werden (weiter unten erfährst du mehr über Spiel- und Kaufsucht sowie über den Umgang mit Geld)

 

PC-SPIELE

Die neue Generation der Computerspiele wie „World of Warcraft“ oder „Second Life“ bietet weitere Gefahren. Gerade Menschen mit geringem Selbstwertgefühl und wenig sozialen Kontakten können hier der Wirklichkeit in eine virtuelle Scheinwelt entfliehen und sich – ganz in dieser neuen Welt – eine Zweitexistenz aufbauen, die aber weder lebbar noch tragfähig ist. Wirkennen einige Jugendliche, die gar kein Tageslicht mehr sehen, weil sie beim Spielen völlig versumpfen.

Ist dir selbst schon mal aufgefallen, welche Faszination Computer und Computer-Spiele auf dich ausüben? Dass du kaum aufhören kannst, wenn du erstmal damit angefangen hast? Es gibt eine Untersuchung darüber, dass wirklich 2 – 3% aller Kinder und Jugendlichen als computerspielsüchtig einzustufen sind und 3 – 7% als gefährdet gelten. Die Betroffenen sitzen bis zu 35 Stunden am Stück vor der Kiste (vgl. Eidenbenz, 2002). Es heißt auch immer wieder, dass AD(H)S-ler besonders gefährdet sind. In den nächsten Sätzen werden wir dir erklären, wie so eine Spielsucht entstehen kann – dann kannst du für dich überlegen, ob du dich ebenfalls als gefährdet ansiehst. Sucht heißt ja zunächst, dass man etwas unbedingt haben möchte und diesem Verlangen nicht widerstehen kann.

Wozu ist das gut? Alles, womit man sich schnell Spaß und Glücksgefühle verschaffen kann, hilft zunächst einmal gegen Frust und Langeweile. Wenn ich nun also mit Hilfe von PC-Spielen Stress und Ärger vergessen kann, dann lernt eben mein Kopf ganz schnell: „Spielen ist eine super Methode. Das mach ich öfter.“ Noch dazu erfährst du einen regelrechten Dopamin-Kick, der dich durch Freisetzen von körpereigenen Opiaten in eine Art Rausch versetzt. Das wirkt wie eine Belohnung und so wird dein Verlangen immer größer. Wir haben oben schon gesehen, welche Folgen Suchtverhalten haben kann. Bezogen aufs PC-Spielen bedeutet das: Man wird unruhig, wenn man nicht spielen kann, man isoliert sich durch die ewige Spielerei, der Schlafrhythmus passt nicht mehr (abends fit und morgens müde), die Lust auf Schule geht in den Keller, die Leistungen werden natürlich schlechter, du wirst schlecht gelaunt und teilweise auch aggressiv.

Gegen die Abgeschiedenheit fällt dem Süchtigen sogar gleich etwas ein – kann er doch im Internet chatten, andere kontakten, ohne dass er das Haus verlassen muss. Im schlimmsten Fall findet das Leben nun nur noch im eigenen Zimmer statt. Der Rückzug von den wahren Menschen, von der Peergroup passiert schleichend und fast unmerklich und schon ist der Anschluss an die Clique verpasst.

Dein Gehirn lernt zwar, reaktionsschnell und abstrakt zu denken, aber die Fähigkeiten zur Bewältigung der schulischen Anforderungen bleiben auf der Strecke. Warum ist das dem User mittlerweile völlig egal? Weil das Spielen in Spielwelten viel Attraktiveres bietet, aber nicht nur das – in den Spielwelten erlebt er vieles, was er aus seinem Alltag kennt, wie viele andere auch. Das ist in einer Veröffentlichung der Bundeszentrale für politische Bildung gut nachvollziehbar beschrieben: Im Spiel müssen bedrohliche Aufgaben erledigt werden, sonst hat man verloren. So ist das mit dem Lern- und Arbeitszwang in der modernen Gesellschaft auch: Man muss Prüfungen bestehen, um weiterzukommen, überall gibt es Konkurrenz, man muss sich behaupten. Das Verlockende am Computerspiel ist bloß, dass man nach einer Niederlage wieder von vorne anfangen kann und wieder neue Chancen bekommt – das ist im realen Leben nicht selbstverständlich oder zumindest mit mehr Mühen und negativen Gefühlen verbunden. Wichtig ist für dich und für alle Jugendlichen, das richtige Maß zu finden und zu überprüfen, was die virtuelle Welt dir gibt, das du in der wirklichen Welt im Moment nicht finden kannst (vgl. Fritz&Fehr 2003).

background095

Selbst Musik kann zur Sucht werden, denn – wie war das noch? – AD(H)S-ler können alles übertreiben. Kennst du das, wenn du einfach nicht anders kannst, als die Musik, die dir gerade gefällt, hundertmal in ohrenbetäubender Lautstärke zu hören (bis du sie gar nicht mehr ertragen kannst)? Dass der Drang, ein bestimmtes Hörbuch zum x-ten Mal von vorne bis hinten zu durchfiebern, schier unbezwingbar ist, obwohl wichtige Dinge in Ruhe zu erledigen wären? Auf ähnliche Weise kann der AD(H)S-ler durch Lesen in eine andere Welt abtauchen, ja, sogar über Tage hinweg in einer anderen Welt leben, ohne viel um sich herum wahrzunehmen, und sogar sein Alltagsleben dabei vernachlässigen.

 

SEX

Auf die Phänomene „Hyper-“ und „Hyposexualität“ werden wir in Abschnitt 2.3.3. noch ausführlich zu sprechen kommen.

 

KAUFSUCHT, KLEPTOMANIE, SONDERANGEBOTE

Ein problematisches Kaufverhalten beruht typischerweise auf Störungen der Impulskontrolle, wie wir sie vom AD(H)S ja kennen: Die Betroffenen haben zum Teil immense Schwierigkeiten damit, ihre Impulse, Eingebungen und Wünsche in den Griff zu bekommen. So kann auch Kaufen zur Sucht werden – das Haben- und Besitzenwollen, die ständige Gier nach mehr gerät außer Kontrolle. Wird das Geld knapp, äußert sich der gleiche Drang als Kleptomanie (Stehlsucht). Aber auch durchaus wohlhabende Leute können eine solche Kleptomanie entwickeln, wenn sie sich durch das Stehlen den Kick und die Spannung suchen, das Knistern, ob sie wohl diesmal erwischt werden.

 

MESSI- ODER „VERMÜLLUNGS-SYNDROM“

Die für AD(H)S-ler typische Neigung, nichts aussortieren und nichts wegwerfen zu wollen, kann erschreckende Ausmaße annehmen und ebenfalls zur Sucht werden. Gesundheitsgefährdend wird die Sache, wenn Betroffene nicht einmal mehr in der Lage sind, verschimmelte Lebensmittel und Müll zu entsorgen. Es ist die Sucht des „Alles-aufheben-Müssens“, weil alles wichtig sein könnte und man nicht unterscheiden kann, was wesentlich und was unwesentlich ist. Ein bisschen Messie sind eigentlich die meisten AD(H)S-ler – denn wenn man nicht entscheidet, dann hebt man es auf, stapelt eins aufs andere und irgendwann ist nirgends mehr Platz.

background097

Wir möchten dieses Kapitel mit einem Selbst-Check abschließen, da es für AD(H)S-ler wichtig ist, ihr Suchtverhalten wirklich zu überprüfen. Wir haben hier ein paar Fragen zusammengestellt, über die du hin und wieder nachdenken solltest. Sollte dir dabei irgendetwas auffallen, was dich oder deine Freunde betrifft, so würden wir dir raten, mit jemandem darüber zu sprechen, der sich auskennt.

 

  • Was brauche ich dauernd, um nicht missgestimmt zusein?
  • Wo finde ich kein Maß?
  • Wo betreibe ich Missbrauch?
  • Wo nach bin ich süchtig?
  • Welches Risikoverhalten habe ich?
  • Welche Gefahren nehme ich dabei in Kauf?
  • Wo bin ich gefährdet, und welche Verhaltensweisen schaden mir?
  • Was passiert, wenn ich meine Sucht nicht befriedigen kann?
  • Was will ich selbst dafür tun, um meine Sucht in den Griff zu bekommen?

Na endlich: Sex!

Bitte hier lang...